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Warum bleibt der Oberkörper schlank, während die Beine immer schwerer werden?

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 In der Praxis begegnet mir immer wieder ein Muster, das viele Frauen beschäftigt: Der Oberkörper wirkt weiterhin schlank oder sogar zierlich, während sich im Bereich von Hüfte, Oberschenkeln und Beinen nach und nach mehr Volumen entwickelt. Oft wird dies als klassische Gewichtszunahme interpretiert – verbunden mit der Frage, ob man sich weniger bewegt oder „falsch“ ernährt hat. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass diese Veränderung nicht immer allein durch eine Zunahme an Körperfett erklärbar ist. Vielmehr entsteht häufig der Eindruck, dass sich etwas im Körper verschiebt – dass die Verteilung sich verändert. Während der Oberkörper relativ stabil bleibt, scheint sich im unteren Bereich zunehmend etwas anzusammeln. Aus medizinischer Sicht – insbesondere im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin – lässt sich dieses Phänomen oft als eine Kombination aus verlangsamter Regulation und ungleichmässiger Verteilung von Flüssigkeiten verstehen. Der Körper verliert gewisser...

Die richtige Art zu trinken: Nicht mehr, sondern passender

Im medizinischen Alltag in der Schweiz höre ich immer wieder denselben Rat: „Trinken Sie mehr Wasser.“ Ob in Arztgesprächen oder Gesundheitsratgebern – diese Empfehlung gilt fast als selbstverständlich. Häufig wird sie sogar konkretisiert, etwa mit der Vorgabe, täglich zwei bis drei Liter Wasser zu trinken. In der Praxis zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild. Nicht wenige Menschen berichten, dass sie trotz – oder gerade wegen – vermehrten Trinkens Beschwerden entwickeln: Völlegefühl, nachlassender Appetit, häufiges nächtliches Wasserlassen oder anhaltende Mundtrockenheit, die sich auch durch mehr Flüssigkeit nicht verbessert. Diese Beobachtungen legen nahe, dass nicht das Wasser selbst das Problem ist, sondern unser Verständnis davon, wie wir trinken sollten. Wasser muss vom Körper verarbeitet werden Physiologisch betrachtet wird Wasser im Körper nicht einfach „genutzt“, sondern durchläuft mehrere Prozesse: Aufnahme im Verdauungstrakt, Verteilung über den Blutkreislauf und...

Die Leber in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Warum sie im Frühling eine besondere Rolle spielt Wenn im März die Tage länger werden und die Natur langsam wieder zu wachsen beginnt, sprechen viele Menschen davon, dass sie sich im Frühling anders fühlen: manchmal energiegeladener, manchmal aber auch schneller erschöpft oder innerlich unruhig. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird diese Zeit besonders mit der Leber verbunden. Dabei entspricht die Vorstellung der „Leber“ in der TCM nicht einfach dem anatomischen Organ der modernen Medizin. Vielmehr beschreibt sie ein komplexes Funktionssystem , das Energie, Blut, Emotionen und Bewegung im Körper miteinander verbindet. Die Leber und das Element Holz In der klassischen chinesischen Medizin gehört die Leber zum Element Holz . Holz symbolisiert Wachstum, Bewegung und Entfaltung – ähnlich wie ein Baum, der im Frühling neue Triebe bildet und sich nach oben ausdehnt. Dieses Bild wird auch auf den menschlichen Körper übertragen. Die Leber steht daher für Prozesse, die Entwic...

Endometriose neu denken—Zyklische Schmerzregulation zwischen Gynäkologie und integrativer Medizin

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  Endometriose neu denken Zyklische Schmerzregulation zwischen Gynäkologie und integrativer Medizin ©️ Dr.Xingfang LIU Starke Menstruationsschmerzen betreffen einen erheblichen Anteil von Frauen im reproduktiven Alter. Für viele beginnt die Symptomatik bereits in der Adoleszenz und wird über Jahre als „normal“ eingeordnet. Erst bei zunehmender Schmerzintensität oder unerfülltem Kinderwunsch erfolgt eine differenzierte Abklärung – nicht selten mit der Diagnose Endometriose . Die schulmedizinische Behandlung von Endometriose ist klar strukturiert und basiert auf evidenzbasierten Leitlinien. Hormonelle Suppression, operative Sanierung und Schmerztherapie stellen zentrale Säulen dar. Diese Ansätze sind in vielen Fällen notwendig und können die Lebensqualität deutlich verbessern. Dennoch zeigt die klinische Erfahrung, dass ein Teil der Patientinnen trotz leitliniengerechter Therapie weiterhin unter rezidivierenden Schmerzen, chronischer Beckenanspannung oder zyklischen Dysbalancen le...

Körper & Geist im Einklang – Das TCM‑Konzept der Form‑Geist‑Einheit

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  Körper & Geist im Einklang – Das TCM‑Konzept der Form‑Geist‑Einheit Inhaltsverzeichnis Was bedeutet „Form“ (形 xíng) und „Geist“ (神 shén)? Historischer Bogen: Von den Klassikern bis zur modernen Psychosomatik Acht Alltags­emotionen und ihre tieferen Wurzeln Vier Haupt‑Therapiemethoden: Form regulieren, Geist beruhigen Alpenruhe × TCM: Warum das Konzept perfekt in die Schweiz passt Fünf einfache Übungen für zu Hause Schlusswort & Behandlungs­hinweis 1 | Form und Geist: Zwei Seiten derselben Münze Form (Xíng)  = der sicht‑ und tastbare Körper: Organe, Blut, Muskeln, Knochen. Geist (Shén)  = Bewusstsein, Emotionen, Schlaf, Kreativität – das Unsichtbare, das Form belebt. Leitsatz der TCM: Form trägt den Geist, Geist lenkt die Form. Ist der Körper geschwächt, fehlt dem Geist Halt; ist der Geist verstört, leidet der Körper. 2 | Historischer Bogen Epoche

Heuschnupfen? Die Spannung im Nacken- und Kieferbereich könnte der wahre Auslöser sein!

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  Heuschnupfen? Die Spannung im Nacken- und Kieferbereich könnte der wahre Auslöser sein! Jedes Jahr im Frühling beginnt für viele Menschen die Leidenszeit: laufende Nase, Niesen, verstopfte Atemwege, juckende Augen – klassische Symptome einer Pollenallergie. Die meisten denken sofort an Blütenpollen und eine überaktive Immunreaktion , doch was, wenn das eigentliche Problem woanders liegt? Verspannungen im Nacken- und Kieferbereich können die Durchblutung und Nervensteuerung in der Nasenregion beeinflussen und allergische Reaktionen verstärken. Die Lösung könnte also nicht nur in Antihistaminika oder der Vermeidung von Pollen liegen, sondern auch darin, diese Spannungsmuster zu lösen . 🔹 Wie beeinflusst eine Nacken- oder Kieferverspannung die Allergie? ✅ Beeinträchtigung der Durchblutung Die Nasenschleimhäute sind stark durchblutet. Ist die Muskulatur im Nacken oder Kieferbereich verspannt , kann dies die Durchblutung des Kopfes und somit der Nasenregion verschlechtern. Die...

Ein kleiner Verlust – für ein längeres Glück

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  Ein kleiner Verlust – für ein längeres Glück Wer Reichtum, Liebe, Familienglück und Wohlstand vereint, fragt sich manchmal, warum das Leben dann nicht einfach perfekt sein kann. Nach vielen Weisheitslehren (auch im asiatischen Raum) lässt das „Schicksal“ oder das „Leben“ keine absolute Fülle zu: Wo alles voll ist, kann nichts mehr wachsen. Manchmal nimmt es uns daher ein kleines Stück – kaum spürbar, aber genug, um uns langfristig zu schützen. Vielleicht fühlst du dich gerade unvollständig, doch genau diese kleine „Lücke“ könnte dein Sicherheitsnetz sein. Es ist, als würde das Leben sehr fein kalkulieren, damit du die geringstmögliche Last trägst und trotzdem innere Ruhe behalten kannst. Ein wenig loszulassen bedeutet oft, sich selbst mehr Raum und Gelassenheit zu schenken. Perfektion bleibt uns Menschen meist verwehrt. Wer unbedingt alles will, verliert schnell den Blick für das, was wirklich zählt. Die Kunst besteht darin, bewusst zu sagen: „Ich gebe ein bisschen ab, damit ich ...