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Ernährungs- und Alltagsempfehlungen bei Gicht, erhöhter Harnsäure und Bluthochdruck

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  Ernährungs- und Alltagsempfehlungen bei Gicht, erhöhter Harnsäure und Bluthochdruck Auf Grundlage aktueller Ernährungsempfehlungen und angepasst an die Ernährungsgewohnheiten in der Schweiz und in Deutschland. Viele Menschen mit Gicht fragen zuerst: „Was darf ich überhaupt noch essen?“ Die gute Nachricht ist: Eine sinnvolle Ernährung bei Gicht bedeutet nicht, auf alles verzichten zu müssen. Entscheidend sind vor allem Auswahl, Menge, Häufigkeit und die Kombination der Lebensmittel. Gicht wird häufig erst dann ernst genommen, wenn ein Gelenk plötzlich stark schmerzt, anschwillt und sich rötet. Die eigentliche Stoffwechselstörung beginnt jedoch meist viel früher: Ist der Harnsäurespiegel über längere Zeit erhöht, können sich Harnsäurekristalle in Gelenken und anderen Geweben ablagern. Gleichzeitig treten erhöhte Harnsäurewerte häufig zusammen mit Bluthochdruck, Übergewicht und Stoffwechselstörungen auf. Deshalb geht es bei der Ernährung nicht nur darum, einen akuten Gichtanfall ...

Wenn das Leben seinem Ende entgegengeht—Gedanken aus chinesischer Philosophie und Medizin

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  Wenn das Leben seinem Ende entgegengeht Gedanken aus chinesischer Philosophie und Medizin Es gibt Situationen im Leben, in denen sich die Bedeutung von Medizin verändert. Solange eine Erkrankung heilbar ist, richten sich viele Hoffnungen verständlicherweise auf die Heilung. Wenn jedoch eine schwere Krankheit fortschreitet und irgendwann ausgesprochen wird, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist, verändert sich für Betroffene und Angehörige oft die ganze Welt. Plötzlich stehen nicht mehr nur medizinische Befunde und Behandlungsmöglichkeiten im Raum, sondern grundlegende Fragen: Wie viel Zeit bleibt mir? Was wird mit meiner Familie? Werde ich leiden? Und wie kann ich mit dem Gedanken umgehen, dass mein eigenes Leben zu Ende gehen wird? Die Angst, die in einer solchen Situation entsteht, ist zutiefst menschlich. Sie lässt sich nicht einfach mit gut gemeinten Worten wie «Du musst positiv denken» oder «Du darfst die Hoffnung nicht verlieren» beseitigen. Manchmal verstärken solche Au...

Warum bleibt der Oberkörper schlank, während die Beine immer schwerer werden?

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 In der Praxis begegnet mir immer wieder ein Muster, das viele Frauen beschäftigt: Der Oberkörper wirkt weiterhin schlank oder sogar zierlich, während sich im Bereich von Hüfte, Oberschenkeln und Beinen nach und nach mehr Volumen entwickelt. Oft wird dies als klassische Gewichtszunahme interpretiert – verbunden mit der Frage, ob man sich weniger bewegt oder „falsch“ ernährt hat. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass diese Veränderung nicht immer allein durch eine Zunahme an Körperfett erklärbar ist. Vielmehr entsteht häufig der Eindruck, dass sich etwas im Körper verschiebt – dass die Verteilung sich verändert. Während der Oberkörper relativ stabil bleibt, scheint sich im unteren Bereich zunehmend etwas anzusammeln. Aus medizinischer Sicht – insbesondere im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin – lässt sich dieses Phänomen oft als eine Kombination aus verlangsamter Regulation und ungleichmässiger Verteilung von Flüssigkeiten verstehen. Der Körper verliert gewisser...

Die richtige Art zu trinken: Nicht mehr, sondern passender

Im medizinischen Alltag in der Schweiz höre ich immer wieder denselben Rat: „Trinken Sie mehr Wasser.“ Ob in Arztgesprächen oder Gesundheitsratgebern – diese Empfehlung gilt fast als selbstverständlich. Häufig wird sie sogar konkretisiert, etwa mit der Vorgabe, täglich zwei bis drei Liter Wasser zu trinken. In der Praxis zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild. Nicht wenige Menschen berichten, dass sie trotz – oder gerade wegen – vermehrten Trinkens Beschwerden entwickeln: Völlegefühl, nachlassender Appetit, häufiges nächtliches Wasserlassen oder anhaltende Mundtrockenheit, die sich auch durch mehr Flüssigkeit nicht verbessert. Diese Beobachtungen legen nahe, dass nicht das Wasser selbst das Problem ist, sondern unser Verständnis davon, wie wir trinken sollten. Wasser muss vom Körper verarbeitet werden Physiologisch betrachtet wird Wasser im Körper nicht einfach „genutzt“, sondern durchläuft mehrere Prozesse: Aufnahme im Verdauungstrakt, Verteilung über den Blutkreislauf und...

Die Leber in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Warum sie im Frühling eine besondere Rolle spielt Wenn im März die Tage länger werden und die Natur langsam wieder zu wachsen beginnt, sprechen viele Menschen davon, dass sie sich im Frühling anders fühlen: manchmal energiegeladener, manchmal aber auch schneller erschöpft oder innerlich unruhig. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird diese Zeit besonders mit der Leber verbunden. Dabei entspricht die Vorstellung der „Leber“ in der TCM nicht einfach dem anatomischen Organ der modernen Medizin. Vielmehr beschreibt sie ein komplexes Funktionssystem , das Energie, Blut, Emotionen und Bewegung im Körper miteinander verbindet. Die Leber und das Element Holz In der klassischen chinesischen Medizin gehört die Leber zum Element Holz . Holz symbolisiert Wachstum, Bewegung und Entfaltung – ähnlich wie ein Baum, der im Frühling neue Triebe bildet und sich nach oben ausdehnt. Dieses Bild wird auch auf den menschlichen Körper übertragen. Die Leber steht daher für Prozesse, die Entwic...

Endometriose neu denken—Zyklische Schmerzregulation zwischen Gynäkologie und integrativer Medizin

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  Endometriose neu denken Zyklische Schmerzregulation zwischen Gynäkologie und integrativer Medizin ©️ Dr.Xingfang LIU Starke Menstruationsschmerzen betreffen einen erheblichen Anteil von Frauen im reproduktiven Alter. Für viele beginnt die Symptomatik bereits in der Adoleszenz und wird über Jahre als „normal“ eingeordnet. Erst bei zunehmender Schmerzintensität oder unerfülltem Kinderwunsch erfolgt eine differenzierte Abklärung – nicht selten mit der Diagnose Endometriose . Die schulmedizinische Behandlung von Endometriose ist klar strukturiert und basiert auf evidenzbasierten Leitlinien. Hormonelle Suppression, operative Sanierung und Schmerztherapie stellen zentrale Säulen dar. Diese Ansätze sind in vielen Fällen notwendig und können die Lebensqualität deutlich verbessern. Dennoch zeigt die klinische Erfahrung, dass ein Teil der Patientinnen trotz leitliniengerechter Therapie weiterhin unter rezidivierenden Schmerzen, chronischer Beckenanspannung oder zyklischen Dysbalancen le...

Körper & Geist im Einklang – Das TCM‑Konzept der Form‑Geist‑Einheit

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  Körper & Geist im Einklang – Das TCM‑Konzept der Form‑Geist‑Einheit Inhaltsverzeichnis Was bedeutet „Form“ (形 xíng) und „Geist“ (神 shén)? Historischer Bogen: Von den Klassikern bis zur modernen Psychosomatik Acht Alltags­emotionen und ihre tieferen Wurzeln Vier Haupt‑Therapiemethoden: Form regulieren, Geist beruhigen Alpenruhe × TCM: Warum das Konzept perfekt in die Schweiz passt Fünf einfache Übungen für zu Hause Schlusswort & Behandlungs­hinweis 1 | Form und Geist: Zwei Seiten derselben Münze Form (Xíng)  = der sicht‑ und tastbare Körper: Organe, Blut, Muskeln, Knochen. Geist (Shén)  = Bewusstsein, Emotionen, Schlaf, Kreativität – das Unsichtbare, das Form belebt. Leitsatz der TCM: Form trägt den Geist, Geist lenkt die Form. Ist der Körper geschwächt, fehlt dem Geist Halt; ist der Geist verstört, leidet der Körper. 2 | Historischer Bogen Epoche